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Selbstverpflichtung

Wir, die Stiftung Zuversicht für Kinder, verpflichten uns,die nachstehend aufgeführten Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, indem wir sie mit dieser Erklärung leicht auffindbar auf unsere Webseite stellen oder auf Anfrage elektronisch bzw. postalisch versenden:

1. Name und Sitz: Stiftung Zuversicht für Kinder, Swiss-Life-Platz 1, 30659 Hannover, gegründet 1991 als „AWD-Stiftung Kinderhilfe“, umbenannt in 2013.

2. Satzung (Download hier):

Die Stiftung verfolgt den Zweck mildtätiger, uneigennütziger Hilfe für Kinder, die in ihren Existenz- und Entwicklungschancen ohne solche Hilfe nachhaltig beeinträchtigt sind. Der Stiftungszweck soll verwirklicht werden, indem die Stiftung Maßnahmen für hilfebedürftige Kinder unabhängig von Nationalität und Konfession finanziell unterstützt bzw. selbst durchführt. Priorität hat die Rettung von Leben und die Linderung von Krankheiten.
Zu diesen Maßnahmen gehören u.a.

  • Übernahme der Kosten für lebensrettende medizinische Behandlungen von Kindern in Deutschland oder in den Herkunftsländern,
  • Übernahme der Kosten für Behandlungen zur Linderung von Krankheiten von Kindern in Deutschland oder in den Herkunftsländern,
  • Hilfe zur Selbsthilfe im Bereich der Gesundheitsversorgung von Kindern in den sogenannten Entwicklungsländern sowie in Kriegs- und Krisengebieten,
  • Verbesserung der Lebensqualität von Kindern aus Familien in Deutschland und in den Herkunftsländern, die sich in Hilfebedarfs- oder Notlagen befinden und von keiner anderen Institution Unterstützung zu erwarten haben,
  • Förderung wissenschaftlicher Forschung im Sinne des Stiftungszweckes.
    Die Stiftung Zuversicht für Kinder ist sowohl fördernd als auch operativ tätig.

3. Freistellungsbescheid: Wir sind wegen Förderung der Jugendpflege und Jugendfürsorge nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Hannover-Nord, St.-Nr. 25 / 206 / 35058, vom 10.12.2014 für die Jahre 2011 – 2013 nach § 5, Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.

Download: Freistellungsbescheid (pdf 277.8 kB | 26.11.2015)

Die Stiftung Zuversicht für Kinder wurde in privatrechtlicher Form errichtet und dient gemeinnützigen Zwecken. Als rechtsfähige Stiftung unterliegt sie der staatlichen Stiftungsaufsicht. Die Stiftung Zuversicht für Kinder Deutschland ist zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen berechtigt.

4. Name und Funktion der Entscheidungsträger:

Mitglieder des Kuratoriums:

  • Prof. Dr. Madjid Samii (Vorsitzender)
  • Manfred Behrens
  • Bettina Maschmeyer
  • Sonja Quandt-Wolf
  • Dr. Götz Voshage
  • Andreas Fischer
  • Dirk von der Crone
  • Dr. Thomas Düffert
  • Dr. Immanuel Hermreck
  • Prof. Dr. Amir Samii

Mitglieder des Vorstands:

  • Dr. Martina Adam
  • Dr. Elmar A. Küsters

Wirtschaftsprüfung:

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover

5. Tätigkeitsbericht 2015

Die Stiftung Zuversicht für Kinder hat ihre Unterstützung von Kindern in Not im Jahr 2015 erfolgreich fortgesetzt und war dabei sowohl fördernd als auch operativ tätig. Sie verwirklichte ihren Stiftungszweck durch:

  • Zwei eigene Projekte
  • Zweckgebundene Zuwendungen an andere Institutionen
  • Medizinische Einzelfallhilfe
  • Soziale Einzelfallhilfe / Familienhilfe in Ausnahmefällen

Die für die Verwirklichung des Stiftungszweckes verfügbaren Gesamterträge der Stiftung belaufen sich im Berichtszeitraum auf EUR 839.612,49. Diese schlüsseln sich auf wie folgt: EUR 627.092,39 disponible Spenden und Erträge aus Auflösung von Rückstellungen; EUR 211.653,75 disponible Erträge sowie EUR 866,35 Wechselkursgewinne.

Dagegen stehen Aufwendungen in Höhe von EUR 805.622,24: EUR 554.114,89 Ausgaben für Hilfsmaßnahmen (enthalten sind Zuführungen zu Rückstellungen für verbindlich zugesagte Hilfeleistungen in Höhe von EUR 103.159,79 und projektbezogene anteilige Personalkosten in Höhe EUR 26.981,76), EUR 166.249,33 Verwaltungskosten und Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit und EUR 85.258,02 Finanzaufwendungen des Stiftungsvermögens.

Die Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren und aus Kursgewinnen belaufen sich auf EUR 562.828,55. Diese wurden einer Umschichtungsrücklage zugeführt. Die Kursverluste bis zum 31.12.15 belaufen sich auf EUR 65.717,78. Diese wurden der Umschichtungsrücklage entnommen. Somit befinden sich zum 31.12.15 EUR 497.110,77 in der Umschichtungsrücklage.

Bei den Gesamtausgaben für Hilfegesuche aus Deutschland, Österreich und CEE entfallen rd. 82% auf Hilfeleistungen aus Deutschland (EUR 452.282,24), 13 % auf Hilfeleistungen aus Österreich (EUR 72.756,00) und 5 % auf Hilfeleistungen aus Tschechien (EUR 29.076,65).

Die Gesamtzahl der Hilfegesuche im Berichtszeitraum 2015 beläuft sich auf 673. Davon entfallen 93% (626) auf Hilfegesuche aus Deutschland, 5,5% (37) auf Hilfegesuche aus Österreich und 1,5 % auf Hilfegesuche aus CEE (10).

Die Stiftung hat ihr eigenes Projekt in Kirgistan (Zentralasien) erfolgreich fortgesetzt. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit der Stiftung Zuversicht für Kinder Schweiz - die operative Versorgung von Kindern mit Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten und der Aufbau eines Spaltenzentrums im Nationalen Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Bischkek - konnte vorangetrieben werden. In einem Memorandum of Understanding haben sich die Stiftungen mit der örtlichen Klinikleitung darauf verständigt, einmal jährlich Teameinsätze bis einschließlich 2017 durchzuführen. 2015 hat erneut ein interdisziplinäres Ärzteteam vor Ort gearbeitet. Die Projektkosten beliefen sich für die deutsche Stiftung auf rd. EUR 17.000.

Ein neues eigenes Großprojekt – die Schaffung eines globalen Netzwerkes zur neurochirurgischen Behandlung von Kindern mit Hydrocephalus (insbesondere in den sog. Entwicklungs- und Schwellenländern) unter der Leitung von Prof. Dr. Madjid Samii befindet sich seit dem vierten Quartal 2014 in der Planungsphase. In 2015 wurde mit der Realisierung eines Initialprojektes an dem bereits bewährten Standort, der Nationalen Kinderklinik in Bischkek/Kirgistan, begonnen. Die Stiftung finanzierte und begleitete den Neubau/Umbau eines kinderneurochirurgischen Operationssaals und die Anschaffung der notwendigen OP-Ausstattung, der Instrumente und von 200 Shunt-Systemen. Für 2016 sind die Anschaffung weiterer Ausstattung, die Einweihung des Operationssaales und die Durchführung eines ersten Teameinsatzes geplant. Die Kosten beliefen sich in 2015 auf EUR 178.000. Davon fließen rd. EUR 21.000 an Mehrwertsteuer-Erstattung Anfang 2016 zurück; diese werden in die Rückstellung für den ersten Teameinsatz eingebracht und für weitere notwendige Geräteinvestitionen eingesetzt.

Daneben wurde das Engagement im Förderbereich fortgesetzt: Aus deutschen Spendenmitteln wurden im Wesentlichen medizinische Einzelfälle, daneben medizinische und soziale Kinderhilfeprojekte in Deutschland, asiatischen und afrikanischen Ländern unterstützt.

Unterstützt wurden u.a. auch das Projekt „Africa 100“ der Internationalen Stiftung Neurobionik, welches die Ausbildung afrikanischer Neurochirurgen vorantreibt, um u.a. Kinder in den Herkunftsländern adäquat behandeln zu können (EUR 24.000 aus deutschen und österreichischen Mitteln) sowie ein Bildungsförderungsprojekt des Chancenwerk e.V. in Köln (EUR 20.000). Der Hilfsorganisation Terre des Hommes wurde eine Summe von EUR 20.000 für die Versorgung von Kindern im Gefolge des Erdbebens in Nepal zur Verfügung gestellt.

Aus österreichischen Spendenmitteln wurden zudem u.a. die Aktion „Wider die Gewalt“ (EUR 10.000), die Sonderbetreuungsstelle Flüchtlinge (EUR 5.000) und die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ (EUR 5.000) unterstützt.

Eine große Herausforderung stellte in der Vergangenheit die Vielzahl der Hilfegesuche vor der eigenen Haustür dar, denn Kinderarmut ist auch in Deutschland und Österreich zu einer unübersehbaren Realität geworden. Angesichts der kaum noch zu bewältigen Menge der Anfragen wurde die soziale Einzelfallhilfe in beiden Ländern bis auf wenige Ausnahmen weiterhin eingestellt, zumal sie auch im Hinblick auf den zu führenden Nachweis wirtschaftlicher Bedürftigkeit logistisch nicht mehr zu bewältigen war. In Österreich will sich die Stiftung künftig auf die Unterstützung von Projekten konzentrieren.

In Tschechien wurden therapeutische Hilfsmittel für behinderte Kinder und medizinische Geräte für rd. EUR 30.000 gespendet.

Die Stiftung wird sich im kommenden Jahr auf die Fortführung ihrer Hilfsprojekte in Kirgistan konzentrieren und zugleich ihre Hilfeleistungen in Deutschland, Österreich und Tschechien fortführen.

6. Personalstruktur:

2 Vollzeitkräfte, 1 Teilzeitkraft (20 Std). 6 ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) im eigenen Projekt (Kirgistan); 7 ehrenamtliche Mitglieder in den Gremien (6 Kuratorium, 1 Vorstand)

7. Mittelherkunft:

Download: Mittelherkunft (pdf 274.2 kB | 01.06.2016)

8. Mittelverwendung:

Download: Mittelverwendung (pdf 274.2 kB | 01.06.2016)

9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit: Die Stiftung wurde 1991 vom Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD) – heute Swiss Life Select – gegründet; der Vertrieb von Swiss Life Select spendet freiwillig einen Teil seiner Provisionen und bildet so das wirtschaftliche Fundament der Stiftung. Es gibt jedoch keine gesellschaftsrechtliche Verbundenheit zwischen Swiss Life Select und der Stiftung Zuversicht für Kinder.

10. Zuwendungen über 10% der Gesamteinnahmen: Swiss Life Select Deutschland GmbH (Hannover) & Swiss Life Select Österreich GmbH (Wien) & Swiss Life Select Ceska republika (Brno) spendeten in 2014 ca. 70% der gesamten verfügbaren Einnahmen.

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