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Ein Stückchen Zuversicht für die betroffenen Kinder des Großbrandes in Valparaiso/Chile

Holger Will übergab EUR 10.000 im Namen unserer Stiftung

Im April erlitt die chilenische UNESCO-Weltkulturerbe-Hafenstadt Valparaiso die vermutlich verheerendste Katastrophe ihrer Geschichte: Ein verheerender Großbrand zerstörte Stadtviertel mit einer Ausdehnung von 1 145 Hektar - dem Sechsfachen der Fläche des Fürstentums Monaco – und führte dazu, dass 15 Menschen starben, Hunderte Rauchvergiftungen erlitten und über 2.500 Häuser den Flammen zum Opfer fielen. Mehr als 11.000 Bewohner mussten vor dem Feuer fliehen oder evakuiert werden. Die chilenische Organisation ANIDE arbeitete intensiv daran, für die traumatisierten Kinder in den Notunterkünften und den an die zerstörten Viertel angrenzenden Bereichen ein Betreuungsprogramm zu organisieren, da die chilenischen Behördendieser Aufgabe nicht nachkommen konnten. Unsere Stiftung half dabei.

Um den Bedarf an Kinderschutzzentren und zusätzlicher Qualifizierung von Pädagogen im Bereich psychosoziale Betreuung von traumatisierten Kindern gerecht zu werden, hat die Kindernothilfe Duisburg gemeinsam mit ANIDE spontan ein Hilfsprojekt initiiert und unsere Stiftung um Unterstützung gebeten. Das Projekt zielt darauf ab, traumatisierte Kinder emotional zu stabilisieren und ihnen eine adäquate psychosoziale Betreuung zukommen zu lassen. Schutzräume werden eingerichtet, um ihre Fähigkeiten zur Krisenbewältigung, zum Selbstschutz und zur "Normalisierung" ihrer Lebensbedingungen und Tagesabläufe zu erhöhen. „Pädagogen und Eltern“, so SLS-Direktor Holger Will, der im Namen der Stiftung eine Spende in Höhe von EUR 10.000 übergab, „werden aufgeklärt, beraten und unterstützt, bestmöglich mit traumatisierten Kindern umzugehen und ihre besonderen Bedürfnisse zu erkennen. Die Kinderschutzzentren bedeuten für die Kinder eine schrittweise Rückkehr in einen geregelten, strukturierten Alltag.“ 2 000 Kinder profitieren direkt von diesem Projekt, 500 Familien und 70 Pädagogen indirekt. „Von dem Projekt“, so der Pressesprecher der Kindernothilfe Christian Frost, „versprechen wir uns eine schnelle und wirksame Hilfe, die zur Bewältigung der psychischen Folgen dieses entsetzlichen Großbrandes bei den betroffenen Kindern beitragen kann. Besonders wichtig erscheint uns auch die Arbeit mit Lehrerinnen und Lehrern aus den Schulen im unmittelbaren Umfeld der acht durch das Feuer vernichteten Wohnviertel, um dem Nachhaltigkeitsaspekt Rechnung zu tragen.

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