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Medizinische Einzelfallhilfe

Während die meisten Kinder in den Industrienationen ein sicheres, gesundes und glückliches Leben führen, gesund ernährt sind und wohl behütet in eigenen Betten schlafen, müssen wir der traurigen Tatsache ins Gesicht sehen, dass Millionen von Kindern in dieser Welt allein sind, Angst haben, vernachlässigt werden, hungern, frieren, an Verletzungen leiden oder gar vom Tode bedroht sind, weil das Geld für eine lebensrettende Operation fehlt.

Die Stiftung Zuversicht für Kinder will dazu beitragen, Kinderleben zu retten, Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zu verbessern. Sie ist eine der wenigen Stiftungen, die weltweit medizinische Einzelfallhilfe leistet. Und sie bietet auf diese Weise oft die einzige Chance für viele körperlich und seelisch schwer verletzte Kinder, für die niemand Unterstützung leisten kann. Während Kinder in den Industrienationen in der Regel krankenversichert und somit nicht auf derartige Hilfe angewiesen sind, haben ausländische Kinder in ihren Heimatländern oftmals keine Heilungs- bzw. Überlebenschance, weil ihren Eltern schlicht das Geld für eine Behandlung fehlt oder eine Behandlung aufgrund mangelnder medizinischer Voraussetzungen gar nicht möglich ist. Oft ist es ein Wettlauf mit der Zeit. Daher sind wir froh, dass wir schnell und unbürokratisch handeln können – denn ein Kind in Not ist ein Kind, das nicht warten kann.

Der 10 Monate alte Bisrat litt an einer bösartigen, lebensbedrohlichen Augenerkrankung, einem Retinoblastom und hatte ohne eine Operation keine Überlebenschance. Da im Heimatland nicht möglich, wurde dem Jungen in der Universitätsklinik Essen ein Auge entfernt und nach erfolgreichem Heilungsverlauf ein künstliches Auge eingesetzt. Das Leben des Jungen wurde damit gerettet. Bisrat ist heute ein fröhlicher, gesunder Junge, dem man kaum ansieht, dass er ein künstliches Auge trägt.

Der vierjährige Souleymane litt an Morbus Blount III, einer Fehlstellung der Beine. Um laufen zu können, benötigte er dringend eine operative Korrektur seines rechten Beines mit anschließender Orthesenversorgung, die im seinem Heimatland nicht möglich war. Die Stiftung hat zusammen mit anderen Hilkfsorganisationen die Kosten für die Behandlung in der Charité in Berlin übernommen. Souleymane kann heute normal laufen.

Vom Verein „Kindern Zukunft geben-Ghana e.V. wurde die Stiftung auf das Schicksal der achtjährigen Mefia aus Ghana aufmerksam gemacht. Dem Mädchen wurde im Alter von acht Monaten der rechte Oberschenkel abgetrennt, als sie auf dem Rücken der Mutter festgebunden war, während diese bei der Feldarbeit von einem Baum erschlagen wurde. Das Mädchen benötigte dringend eine Prothesenversorgung, die in Ghana nicht durchführbar war. Gemeinsam mit dem Verein „Kindern Zukunft geben-Ghana e.V.“ ermöglichte die Stiftung Mefia die Behandlung in Deutschland. Mefia ist heute ein fröhliches Mädchen, das seinen Bewegungsdrang mit einer speziell für sie angefertigten Prothese ausleben kann.

Bei Mohamadou Cheikhou Wagué aus Mauretanien/Afrika wurde im dritten Lebensmonat ein Herzfehler festgestellt, der im Heimatland nicht behandelbar war. Im Alter von einem Jahr konnte Mohamadou dann endlich in Deutschland erfolgreich operiert werden und kann nun auch ohne Medikamentengabe ein unbeschwertes Leben führen.

Die 5 Monate alte Kadek aus Bali/Indonesien litt an Cavernous Hemangioma, einem gutartigen Gefäßtumor, der sich ohne Behandlung über den ganzen Körper ausbreiten würde. Eine Ausweitung des Tumors auf den Hals, hätte für das Baby den Erstickungstod bedeutet, so dass eine sofortige Behandlung im Heimatland dringend notwendig war. Nach jahrelangen Behandlungen, die vor Ort dankenswerter Weise von Tom Kamm begleitet wurden, ist Kadek heute nicht mehr wieder zu erkennen.

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